Spielbericht – 3. Spieltag vs. TuRa Marienhafe II (A)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2020/2021 – 3. Spieltag

TuRa Marienhafe II vs. TuS Holthusen 21:27 (8:14)

Auswärtssieg zum Saisonauftakt

Mit einem 27:21-Auswärtserfolg bei TuRa Marienhafe II haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen die mehr als siebenmonatige Spielpause beendet und damit einen Auftakt nach Maß gefeiert. Auch wenn wahrlich noch nicht alles rund lief, war der Sieg unter’m Strich vollkommen verdient.

Hatte man unter der Woche noch 15 Akteure zur Auswahl, blieben TuS-Coach Johann Janssen am Ende 13 Spieler übrig. Dafür, dass man unter der Woche erneut nur mit deutlich weniger Personal in die beiden Trainingseinheiten gehen musste, war diese Ausbeute natürlich sehr erfreulich. Mit gemischten Gefühlen trat man die Reise nach Marienhafe an, zu groß waren die Fragezeichen nach dieser unfassbar langen spielfreien Zeit hinsichtlich des aktuellen Leistungsstandes der Blau-Weißen. Auch die zweite Vertretung von TuRa hatte personell keine Sorgen und nutzte jede freie Spalte des Spielberichtsbogens aus. Diesbezüglich waren somit ideale Voraussetzungen für eine interessante Begegnung gegeben. Die ersten Minuten der Partie waren zunächst geprägt von zwei löchrigen Abwehrreihen. Doch während sich dies bei der Heimsieben wie ein roter Faden durch die ganze Partie zog, bekamen die Rheiderländer dieses Problem immer wieder phasenweise gut in den Griff. Zudem hatte man mit Steffen Luikenga und Lars de Buhr an diesem Tag auch das besser aufgelegte Torhüter-Duo in seinen Reihen. So holte man sich mit dem ersten 3-Tore-Lauf nach fast zehn Spielminuten die erste 2-Tore-Führung, die man bis zur 20. Minute auch konservieren konnte. Die letzten zehn Minuten bis zur Pause sollten dann die besten TuS-Minuten der gesamten Partie sein. Eine vierminütige Überzahl nutzten die Holthuser, um den Vorsprung immer weiter auszubauen. Und da man hinten keinen Treffer mehr zuließ, hatten sich die Gäste einen komfortablen 14:8-Vorsprung nach 30 Minuten erarbeitet.

Die Zielsetzung für die zweite Halbzeit war somit natürlich auf Seiten der Holthuser klar: Weiterhin geduldig die eigenen Angriffe zu Ende spielen, keine wilden Sachen einzubauen und vor allem defensiv weiter aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen, idealerweise immer mit der Unterstützung der Nebenmänner. Dies gelang in großen Teilen auch schon ganz ordentlich, zumindest was die Abwehr anging. Vorne ließ man noch zu oft die nötige Cleverness vermissen, sodass die Hausherren zumindest zunächst noch an eine Wende glauben durften. Weil TuRa sich aber im gesamten Spiel viel zu viel in verbalen Disputen untereinander bzw. mit dem Unparteiischen verlor und sich mit den daraus resultierenden Zeitstrafen selbst schadete, kamen sie nie näher als fünf Tore an den TuS heran. Auch wenn die Holthuser die vielen Überzahlsituationen schlecht ausspielten, konnte man die Führung Mitte des zweiten Durchgangs entscheidend ausbauen und das Spiel frühzeitig entscheiden. Letztlich sprang beim Schlusspfiff so ein nicht wirklich gefährdeter 27:21-Erfolg für die Gäste heraus.

Mit zwei Punkten im Gepäck und einem kleinen Eindruck, wo man zurzeit stehen könnte, geht es für die Holthuser in die neue Woche, die mit dem ersten Heimspiel der neuen Saison am kommenden Samstag gegen die HSG Neuenburg/Bockhorn II enden soll – zumindest ist dies Stand jetzt so.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars de Buhr (TW), Jürgen Dreesmann (1), Keno Poppen (5), Nico Havrilla, Thorben Frieling (1), Michael Frese (2), Malte Löning (1), Jörn Battermann (1), Jörg Janssen (7/2), Thomas Pawlik (4), Johannes Kampen, Markus Janssen (5)

Schiedsrichter: Stephan Arends

Spielfilm: 3:3 (5. Min.), 4:6 (10.), 5:8 (15.), 8:10 (20.), 8:12 (25.), 8:14 (Halbzeit), 10:17 (35.), 12:17 (40.), 14:19 (45.), 15:23 (50.), 18:24 (55.), 21:27 (Ende).

Zeitstrafen: 3 (TuS) / 10 (TuRa)

Siebenmeter: 3 – 2 Tore (TuS) / 3 – 2 Tore (TuRa)