Spielbericht – HG Jever/Schortens II vs. TuS Holthusen – 1. Spieltag (Nachholspiel)

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2019/2020 – 1. Spieltag (Nachholspiel)

HG Jever/Schortens II vs. TuS Holthusen 34:20 (18:12)

ZUFRIEDEN TROTZ ERWARTETER NIEDERLAGE

Wohl noch nie haben sich die Herrenhandballer des TuS Holthusen so sehr über eine 20:34-Niederlage so gefreut wie am Samstag Nachmittag. Im Nachholspiel bei der übermächtigen HG Jever/Schortens II war dies aber erstmals der Fall, denn die Blau-Weißen hatten alle Zielsetzungen für dieses Spiel erreicht.

Einziger Wehrmutstropfen war jedoch die Verletzung von Keno Poppen, der als Kreisläufer agierend in der zweiten Hälfte bei einer unglücklichen Aktion zu Boden ging und sich schmerzverzehrt das linke Knie hielt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Befürchtungen, die im Lager des TuS direkt aufkamen, in den nächsten Tagen nicht bewahrheiten und Poppen schnell wieder zur Verfügung steht. Neben ihm hatte Trainer Johann Janssen elf weitere Akteure an Bord und man hatte die Reise zum „einfachsten Spiel der Saison“ komplett entspannt angetreten. Schließlich hatte man gegen das „Star-Ensemble“ der HG keinerlei Ambitionen auf Zählbares, sondern wollte sich im besten Falle einfach nur anständig verkaufen. Janssen hatte seinen Spielern in seiner Ansprache drei Ziele mit auf den Weg gegeben: Weniger als 40 Tore kassieren, mindestens 20 Tore werfen und somit mit weniger als 20 Toren Differenz verlieren. Durchaus ambitionierte Ziele, denn die Heimsieben hatte nahezu alles dabei, was Rang und Namen hat. Doch bereits die Anfangsphase machte den Gästen Mut, denn etwas mehr als zehn Minuten hatte man die Partie einigermaßen offen gestalten können und lag lediglich zwei Tore zurück. Wenige Minuten später lief man allerdings schon einem 6-Tore-Rückstand hinterher und es drohte Ungemach. Einen Einbruch des TuS sahen die Zuschauer in der Folge jedoch nicht. Viel mehr hatte man bis zum Pausenpfiff in vielen Situationen die richtigen Ideen und sicherlich das ein oder andere Mal auch etwas Glück. So konnten die Hausherren ihre Führung bis zum Seitenwechsel nicht weiter ausbauen und es ging mit einem 12:18 aus Holthuser Sicht in die Kabinen.

Dort machte Janssen seinen Spielern deutlich, dass vor allem die ersten 10-15 Minuten des zweiten Durchgangs entscheidend sein werden für das Erreichen der Teilziele. Und in den Anfangsminuten von Halbzeit Nr. 2 deutete einiges darauf hin, dass diese nicht realisiert werden können. Denn es dauerte nur knappe acht Minuten, bis die HG-Führung erstmals 10 Tore betrug. Aber erneut zeigten die Gäste eine gute Reaktion und konnten den Rückstand in den anschließenden Minuten wieder reduzieren. Nach sechs torlosen TuS-Minuten und einem 5:0-Lauf des Heimteams war die 30-Tore-Marke gefallen. Weil es den Holthusern danach aber gelang, fast fünf Minuten kein Gegentor zu fangen, waren bereits einige Minuten vor dem Schlusspfiff die ersten Teilziele erreicht. Und als dann auch noch zwei Minuten vor dem Ende der eigene 20. Treffer erzielt wurde, konnte man vollkommen zufrieden und auch ein klein wenig stolz auf die gezeigte Leistung sein – und das, obwohl einige Gäste-Akteure wahrlich nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Mit dem 20:34 im Gepäck konnte man sich allerdings guten Mutes auf die Rückreise machen.

Mit diesem sehr guten Gefühl im Rücken und einem spielfreien Wochenende vor Augen kann man sich nun voll auf die nächste Aufgabe vorbereiten. In zwei Wochen trifft man dann nämlich vor heimischer Kulisse auf die SG Moorsum.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Keno Poppen (1), Jörg Janssen (5), Marcus Wilken (3), Jan Löning, Jürgen Dreesmann (1), Thomas Pawlik, Johannes Kampen, Malte Löning (3/1), Joachim Freese, Nico Havrilla (3/1) Markus Janssen (4).

Schiedsrichter: Michael Schwab

Spielfilm: 3:3 (5. Min.), 6:3 (10.), 10:5 (15.), 14:8 (20.), 17:9 (25.), 18:12 (Halbzeit), 21:12 (35.), 23:15 (40.), 27:17 (45.), 31:18 (50.), 33:18 (55.), 34:20 (Ende).

Zeitstrafen: 2 (TuS) / 3 (HG)

Siebenmeter: 3 – 2 Tore (TuS) / 4 – 3 Tore (HG)