Spielbericht – HSG Friedeburg/Burhafe vs. TuS Holthusen – 12. Spieltag

Spielbericht

Regionsoberliga Ems Jade Saison 2017/2018 – 12. Spieltag

 

HSG Friedeburg/Burhafe vs. TuS Holthusen 20:26 (12:14)

 

Siebter Streich

Auch wenn sie sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerten, sind die Herrenhandballer des TuS Holthusen erfolgreich von ihrer Auswärtspartie bei der HSG Friedeburg/Burhafe zurückgekehrt. Der 26:20-Erfolg ist gleichzeitig der bereits siebte Sieg in Folge für die Blau-Weißen.

Trotz etlicher Ausfälle konnte Trainer Johann Janssen auf 12 Akteure zurückgreifen, sodass man zwar etwas eingeschränkter wechseln, aber sowohl qualitativ als auch quantitativ eigentlich gut gerüstet in die Begegnung gehen konnte. Deutlich größer waren die personellen Sorgen dagegen beim heimischen Tabellenachten, der gezwungen war, sowohl Trainer Weber als auch Co-Trainer Hogen als Wechselmöglichkeiten auf dem Spielberichtsbogen einzutragen. Die Gäste hatten sich daher klar auf die Fahne geschrieben, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden und an die starke Abwehrleistung aus der Vorwoche anzuknüpfen. Doch auch wenn die „nur“ 20 Gegentore, die man letztlich kassieren sollte, nach einer sehr guten Abwehr- und Torwartleistung klingen, kamen die Rheiderländer nicht einmal ansatzweise an die gute Performance aus dem Wilhelmshaven-Spiel heran. Der gesamte Holthuser Auftritt glich Schlafwagen-Handball, der vorne und hinten aufgrund etlicher Fehler komplett unrund wirkte. So war es wenig verwunderlich, dass es nach einer knappen Viertelstunde lediglich 6:6 stand. Zwar ging man kurz darauf erstmals in Führung und sollte diese bis zum Ende des Spiels auch nicht mehr abgeben, zufrieden sein konnten die Gäste mit ihrem Auftritt allerdings nicht. Zu allem Überfluss standen im ersten Durchgang auch noch die beiden Unparteiischen vollkommen unnötigerweise im Mittelpunkt und vergaben auf beiden Seiten mehr als fragwürdige Zeitstrafen. So durfte sich bereits Sekunden vor dem Pausenpfiff der erste Spieler der Hausherren nach der dritten Zeitstrafe den Rest des Spiels von der Tribüne anschauen. Beim Stand von 14:12 aus Holthuser Sicht wurden daraufhin die Seiten gewechselt.

In seiner Kabinenpredigt verlangte Janssen von seinem Team, endlich richtig wach zu werden und mehr im Kollektiv zu arbeiten. Im Angriff sollte zudem geduldiger druckvoll gespielt werden, um klare Wurfgelegenheiten zu bekommen. Die Umsetzung dieser Vorgaben sollte aber nur äußerst bedingt gelingen. Zwar gelang es direkt, den Vorsprung auf vier Tore zu erhöhen, doch Sicherheit gab diese Führung den Gästen leider nicht. Denn auch wenn man in der Abwehr etwas besser arbeitete und dazu die Fehlerquote der Heimsieben höher wurde, fabrizierte man in der Offensive weiterhin Fehler am Fließband und verpasste es dadurch, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden. Da der HSG jedoch die personellen Möglichkeiten fehlten, um das Spiel wirklich noch einmal eng zu gestalten, reichte die eher schwache Holthuser Leistung aus, um immer mit mindestens drei Toren vorne zu liegen. Als dann auch noch der zweite HSG-Spieler seine dritte Zeitstrafe kassierte und der TuS auf fünf Tore davongezogen war, war die Messe gelesen. Nach jeder Menge weiterer Fehlwürfe auf beiden Seiten stand so am Ende ein verdienter, aber komplett glanzloser 26:20-Auswärtssieg für die Holthuser zu Buche.

Dank des siebten Holthuser Streichs ist damit alles angerichtet für das vermeintliche Spitzenspiel am kommenden Wochenende. Dann empfangen die Rheiderländer als Zweiter die HSG Neuenburg/Bockhorn, die mit einem Minuspunkt weniger an der Tabellenspitze steht.

TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars de Buhr (TW), Johannes Kampen (1), Jan Löning (5/4), Jörg Janssen (3), Marcus Wilken (4/2), Jürgen Dreesmann, Joachim Freese (1), Thomas Pawlik (4), Malte Löning (1), Max Hartung (1), Markus Janssen (6).

Schiedsrichter: Stefan de Vries & Jan Doornebosch

Spielfilm: 3:3 (5. Min.), 5:5 (10.), 6:7 (15.), 7:8 (20.), 8:10 (25.), 12:14 (Halbzeit), 13:17 (35.), 15:18 (40.), 16:20 (45.), 19:22 (50.), 20:25 (55.), 20:26 (Ende).

Zeitstrafen: 3 (TuS) / 8 (HSG)

Siebenmeter: 86 Tore (TuS) / 21 Tor (HSG)