Spielbericht – OHV Aurich II vs. TuS Holthusen – 14. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/2019 – 14. Spieltag

OHV Aurich II vs. TuS Holthusen 32:23 (18:12)

Mit Rumpftruppe chancenlos

Die Hoffnungen, beim OHV Aurich II etwas Zählbares einzufahren, haben sich für die Herrenhandballer des TuS Holthusen nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil: Bei der 23:32-Niederlage kamen die Rheiderländer zu keinem Zeitpunkt für einen Erfolg in Frage.

Dass es ein Spiel zum Vergessen wurde, hatte das Team um Trainer Johann Janssen mehreren Umständen zu verdanken. Größtes Manko war erneut die Personaldecke, die wie bereits in der Vorwoche sehr dünn war und sich im Laufe des Spiels durch die Ausfälle von Aushilfsspieler Max Hartung, Jürgen Dreesmann, Jan Löning sowie die angeschlagenen Marcus Wilken, Johannes Kampen und Steffen Luikenga noch einmal drastisch verschlechtert hat. Die Heimsieben hingegen konnte auf einen vollen Kader zurückgreifen, der unter anderem mit zwei Spielern aus dem Oberliga-Kader der Herren und einem A-Jugend-Akteur, der ebenfalls in der Oberliga spielt, ausgestattet war. Somit war ein Spielverlauf wie im Hinspiel, dass der TuS noch haushoch gewann, bereits vor dem Anpfiff ausgeschlossen. Um auch in diesem Spiel ein achtbares Ergebnis zu erzielen, war somit erneut die entsprechende Einstellung, die Einsatzbereitschaft und eine möglichst niedrige Fehlerquote notwendig. Allerdings konnte man zu keinem Zeitpunkt an die Leistung aus dem Moorsum-Spiel anknüpfen. Viel mehr sorgten die Hausherren durch die starke Nutzung von Haftmittel für ein Spielgerät, mit dem die Blau-Weißen sich nicht anfreunden konnten bzw. riesige Probleme hatten. Teilweise schaffte man es nicht einmal, Pässe über nicht einmal zwei Meter zum Mitspieler zu bringen. Diese Defizite nutzten die Auricher bereits frühzeitig derart konsequent aus, dass die Partie bereits nach nicht einmal 20 Minuten mehr als vorentschieden war. Bis zur Pause gelang es den Gästen zumindest noch, den Rückstand zu verkürzen und mit einem 12:18 in die Kabine zu gehen.

Besser wurde es im zweiten Durchgang jedoch nicht. Denn neben den weiterhin viel zu vielen und teilweise auch wirklich anfängerhaften Fehlern gingen dem TuS auch mehr und mehr die Spieler aus, sodass Janssen teilweise gar nicht mehr wusste, wer von den Akteuren auf der Bank überhaupt noch einsatzfähig war. Einzig den vielen Paraden des starken Keepers Lars Battermann sowie der guten Torausbeute von Rechtsaußen Dr. Michael Frese war es zu verdanken, dass man sich keine richtige Packung abholte. Der OHV hatte so natürlich kaum Mühe, das Ergebnis zu verwalten und sorgte vor allem über die Dallügge-Brüder für viele einfache Tore. Für eine Aufholjagd kamen die Gäste aufgrund der bereits genannten Umstände hingegen nie in Frage. Beim Schlusspfiff des Unparteiischen Karl-August Vater, der mit der fairen Begegnung keinerlei Probleme hatte, durfte der Tabellensiebte daher einen verdienten 32:23-Erfolg bejubeln.

Beim TuS ist man froh, dass man wieder ein Spiel weniger zu absolvieren hat. Im gleichen Atemzug hofft man, dass das Verletzten-Lazarett sich irgendwie entspannt, damit man am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener SSV II eine halbwegs konkurrenzfähige Truppe aufs Parkett stellen kann.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Jürgen Dreesmann, Keno Poppen (1), Marcus Wilken (4/2), Dr. Michael Frese (9), Johannes Kampen (1), Jan Löning, Nico Havrilla (4), Max Hartung (1), Markus Janssen (3).

Schiedsrichter: Karl-August Vater

Spielfilm: 3:2 (5. Min.), 9:3 (10.), 12:5 (15.), 14:6 (20.), 16:8 (25.), 18:12 (Halbzeit), 20:13 (35.), 23:15 (40.), 24:17 (45.), 27:19 (50.), 30:21 (55.), 32:23 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 4 (OHV)

Siebenmeter: 6 – 2 Tore (TuS) / 4 – 4 Tore (OHV)