Spielbericht – SG Obenstrohe/Dangastermoor vs. TuS Holthusen – 14. Spieltag

Spielbericht

Regionsoberliga Ems Jade Saison 2017/2018 – 14. Spieltag

 

SG Obenstrohe/Dangastermoor vs. TuS Holthusen 30:22 (13:12)

 

Verdientes Ende der Siegesserie

Nach acht Siegen in Folge hat es die Herrenhandballer des TuS Holthusen wieder erwischt. Bei der SG Obenstrohe/Dangastermoor verloren die Blau-Weißen aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit vollkommen verdient mit 22:30 Toren.

Bereits die Vorzeichen für das zweite Topspiel in Folge waren dabei bescheiden für die Rheiderländer. Neben zehn Spielern musste man auch noch krankheitsbedingt auf Trainer Johann Janssen verzichten. Trotzdem wollten die Holthuser mit dem Selbstvertrauen aus dem Erfolg aus der Vorwoche mit breiter Brust in die Begegnung gegen den starken Aufsteiger und Tabellendritten gehen. Nach holprigem Beginn gelang dem TuS dies dann auch. Aus dem gebundenen Spiel heraus fand die SG gegen eine gute Holthuser Abwehr mit einem im ersten Durchgang sehr guten Steffen Luikenga im Tor nur selten die richtigen Lösungen. Und im Angriff spielten die Gäste zwar alles andere als kreativ und dynamisch, doch zumindest in weiten Teilen erfolgreich, sodass man zwischenzeitlich mit zwei Toren in Führung lag. Diesen Vorsprung gab man jedoch zum Ende der ersten Halbzeit aufgrund zu vieler einfacher Fehler in der Offensive leichtfertig her und musste daher mit einem knappen 12:13-Rückstand die Seiten wechseln.

In der Kabine waren sich die Holthuser einig, dass der Schlüssel zum Erfolg sein wird, im Angriff endlich ins Rollen zu kommen und mehr Präsenz und Durchsetzungsvermögen an den Tag zu legen. Vor allem aber lag der Fokus auf einer Senkung der technischen Fehler, die bereits im ersten Durchgang von der SG immer wieder mit Tempogegenstößen bestraft wurden. All das, was man sich in der Pause vorgenommen hatte, schien jedoch direkt beim Wiederanpfiff wieder verflogen zu sein. Denn anstatt endlich den nötigen Siegeswillen zu zeigen und konsequenten, druckvollen Angriffshandball abzuliefern, spielte man sowohl hinten als auch vorne wie eine ängstliche Knabenmannschaft. Mit katastrophalen Abspielen und unvorbereiteten Würfen lud man die Heimsieben förmlich ein, ein leichtes Tor nach dem anderen zu erzielen. Da zudem auch noch die nötige Ordnung und Aggressivität in der Abwehr nicht mehr existent waren, fanden die Gäste keinerlei Mittel gegen einen in dieser Phase klar besseren Gegner. Die logische Konsequenz war ein 7:0-Lauf der Hausherren, der das Spiel bereits eine Viertelstunde vor dem Ende entschied. Denn ein Aufbäumen oder ähnliches suchte man beim TuS vergebens. Keinem Akteur gelang es in der zweiten Halbzeit auch nur annähernd, sein Leistungsvermögen abzurufen. Auf der Gegenseite sorgte die weiterhin starke SG-Defensive mit einem sehr guten Keeper dahinter mit ihrer Präsenz und Härte dafür, dass die Holthuser nie für eine Aufholjagd in Frage kamen. Da der Aufsteiger in der Folge fleißig durchwechselte und beim TuS die Kräfte mangels personeller Alternativen zusehends schwanden, plätscherte die Partie ohne wirkliche Highlights ihrem Ende entgegen. Beim Schlusspfiff des unauffälligen Schiedsrichter-Gespanns Eden/Franz durfte die SG daher einen verdienten 30:22-Erfolg bejubeln und hat damit den Anschluss an die Tabellenspitze endgültig hergestellt.

Auch wenn die Niederlage für den TuS sicher schmerzhaft war, gilt es für jeden Akteur nun, in die Fehleranalyse zu gehen und dann im Heimspiel gegen die SG Moorsum am kommenden Samstag wieder als Team den Weg zurück in die Erfolgsspur zu finden.

TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Johannes Kampen (3), Jan Löning (8/3), Marcus Wilken, Joachim Freese (2), Keno Poppen, Malte Löning (3), Nico Havrilla, Jörn Battermann (1), Markus Janssen (5).

Schiedsrichter: Dana Eden & Anthony Franz

Spielfilm: 3:2 (5. Min.), 4:4 (10.), 5:6 (15.), 8:8 (20.), 10:10 (25.), 13:12 (Halbzeit), 16:13 (35.), 19:13 (40.), 22:14 (45.), 25:16 (50.), 28:19 (55.), 30:22 (Ende).

Zeitstrafen: 2 (TuS) / 5 (SG)

Siebenmeter: 33 Tore (TuS) / 21 Tor (SG)