Spielbericht – SG Obenstrohe/Dangastermoor vs. TuS Holthusen – 5. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/20195. Spieltag

 

SG Obenstrohe/Dangastermoor vs. TuS Holthusen 41:22 (18:8)

 

Chancenlos ab der ersten Sekunde

Mit einer heftigen Niederlage im Gepäck mussten sich die Herrenhandballer des TuS Holthusen am Samstagabend auf die Heimreise aus Varel machen. Bei der SG Obenstrohe/Dangastermoor gingen mit Rheiderländer mit 22:41 Toren unter und kassierten bereits die dritte Pleite in Folge.

Nach den beiden unnötigen Niederlagen aus den Vorwochen plagten die Blau-Weißen in der Begegnung bei den ambitionierten Hausherren einige personelle Probleme. Neben diversen Ausfällen standen Trainer Johann Janssen lediglich sieben vermeintlich 100%ig fitte Spieler zur Verfügung, die restlichen Akteure waren aufgrund von Krankheit oder Verletzungen nur bedingt einsatzfähig. Um es allerdings deutlich vorweg zu nehmen: Wer dies als Ausrede für das nutzt, was dann 60 Minuten folgen sollte, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen. Bereits beim Warmmachen fehlte es den Gästen an Körperspräche, viel mehr wirkte man bereits vor der Partie ausgelaugt und ängstlich. Und dieses Empfinden bestätigte sich dann auch direkt mit dem Anpfiff der Partie. Denn kaum war das Spiel im Gange, da war es gefühlt auch schon entschieden. Das lag daran, dass bei den Holthusern alles fehlte, was für ein erfolgreiches Handballspiel notwendig ist. In der Abwehr wurde zumeist nur zugeschaut, wie schnell und druckvoll die Heimsieben ihre Angriffe vortrug und mit welcher Entschlossenheit und Wurfkraft Torerfolge erzielt wurden, anstatt sich aggressiv und im Verbund dagegen zu wehren. Die Tatsache, dass man im gesamten Spiel keinerlei Zeitstrafe kassierte, belegt dies eindrucksvoll. Auf der Gegenseite lieferte man Schlafwagen-Handball ab und überbot sich nebenbei im Auslassen von klaren Torchancen und technischen Unzulänglichkeiten in Form von Schritt- und Abspielfehlern. So war es wenig verwunderlich, dass die SG bereits nach weniger als 20 Minuten erstmals mit 10 Toren in Front lag. Bei den Gästen hingen zu diesem Zeitpunkt bereits die Köpfe und konditionelle Defizite wurden auch mehr als sichtbar. Bis zur Pause schaffte man es zumindest, den Rückstand nicht noch weiter anwachsen zu lassen.

Nichtsdestotrotz war die Messe beim Stand von 8:18 aus Holthuser Sicht und der Art und Weise des TuS-Auftritts natürlich schon lange gelesen. Und auch die von Janssen geforderte Ergeniskosmetik gelang im zweiten Durchgang zu keinem Zeitpunkt. Die an diesem Tag auf allen Positionen mindestens eine Liga stärkeren Hausherren nutzten ihre klare Überlegenheit weiter vollends aus und erhöhten ihren Vorsprung so mühelos. Einzig Lars de Buhr im Tor des TuS, der noch einige freie Würfe entschärfen konnte, und der teilweise zu unkonzentrierten Chancenverwertung der SG war es zu verdanken, dass es am Ende einer einseitigen Partie, mit der die Unparteiischen Hoyer/Hoyer keinerlei Probleme hatten, „nur“ eine 22:41-Niederlage für die Holthuser setzte.

Für den TuS kann und muss es nun heißen, schnell den Mund abzuputzen und sich voll und ganz auf die kommende Aufgabe zu fokussieren. Im Heimspiel gegen den OHV Aurich II will man dann mit einer deutlich besseren Leistung wieder zurück in die Erfolgsspur finden.

TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars de Buhr (TW), Jörg Janssen, Malte Löning (4), Johannes Kampen (2), Vincent Poral (3), Jürgen Dreesmann, Joachim Freese (3), Keno Poppen (4), Jörn Battermann (3/2), Markus Janssen (3).

Schiedsrichter: Stefan Hoyer & Fabienne Hoyer

Spielfilm: 5:1 (5. Min.), 7:2 (10.), 9:3 (15.), 14:4 (20.), 15:6 (25.), 18:8 (Halbzeit), 21:10 (35.), 25:13 (40.), 29:15 (45.), 31:17 (50.), 35:21 (55.), 41:22 (Ende).

Zeitstrafen: 0 (TuS) / 2 (SG)

Siebenmeter: 32 Tore (TuS) / 10 Tore (SG)