Spielbericht – SV SF Larrelt vs. TuS Holthusen – 8. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/20198. Spieltag

 

SV SF Larrelt vs. TuS Holthusen 19:28 (10:15)

 

Zwei Punkte als perfektes Geburtstagsgeschenk

 

Mit einem dreckigen Pflichtsieg haben sich die Herrenhandballer des TuS Holthusen in die „Weihnachtspause“ verabschiedet. Beim SV SF Larrelt gewannen die Rheiderländer ohne wirklichen Glanz, aber vollkommen verdient mit 28:19 Toren und gehen nun mit 6:8 Punkten im gesicherten Mittelfeld in die siebenwöchige Spielpause.

Dabei stand unter der Woche nicht die Vorbereitung auf den Gegner im Fokus von Trainer Johann Janssen. Viel mehr hatte man damit zu kämpfen, überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammen zu bekommen. Gefühlt stündlich hagelte es eine Spielerabsage nach der anderen, sodass zwischenzeitlich aus dem 19-Mann-Kader nur noch acht Akteure übrig geblieben waren. Dass dann doch elf Blau-Weiße in der Max-Windmüller-Halle in Emden auf dem Spieberichtsbogen standen, hatte man drei Spielern zu verdanken, die sich in den Dienst der Mannschaft stellten und einiges drehten, um doch noch irgendwie dabei zu sein. So fuhr einerseits Dr. Michael Frese von einer Fortbildung kurzfristig direkt nach Emden und andererseits half Max Hartung, der erst tags zuvor aus der Türkei zurückgekehrt war, seinen ehemaligen Teamkollegen spontan aus, obwohl er seit April nicht mehr trainiert hatte. Zu guter Letzt eiste sich Joachim Freese beim Spiel seiner Damenmannschaft los, um seinen Mitspielern zu helfen, und ließ auch eventuelle Geburtstagsgäste am Abend seines Ehrentages warten. Um es vorweg zu nehmen: Das Team dankte es ihm und auch den anderen beiden Akteuren mit zwei ganz wichtigen Punkten und Freese beschenkte sich selbst mit sechs Treffern.

Das eigentliche Spiel hingegen ist schnell erzählt. Janssen warnte seine Farben eindringlich vor der unorthodoxen und teilweise wilden Spielweise des Tabellenvorletzten sowie unberechenbaren Würfen und forderte stets volle Aufmerksamkeit. Zudem war die klare und unmissverständliche Zielsetzung, zwei Punkte auf die Heimreise mitzunehmen, egal wie. Von der ersten Minute an lagen die Holthuser dann auch in Führung und gaben diese lediglich beim 1:1-Ausgleichstreffer noch einmal ab. Auch wenn man hinten und vorne immer wieder unkonzentriert agierte und sich einige Schwächephasen erlaubte, hielt man die Heimsieben fortan immer 2-3 Tore auf Abstand. Bis zur Pause konnte der TuS den Vorsprung, ohne wirklich zu glänzen, auf fünf Tore ausbauen, sodass man beim 15:10 aus Gäste-Sicht die Seiten wechselte. Nach Wiederanpfiff verpassten es die Rheiderländer, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, weil sie fahrlässig mit ihren Chancen umgingen und viel zu sorglos in der Defensive agierten. So hatten die Larrelter bis Mitte des zweiten Durchgangs immer noch die Hoffnung, die Begegnung zu drehen. Doch weil der TuS in den folgenden 12 Minuten endlich wieder etwas cleverer verteidigte, keinen Gegentreffer zuließ und zudem auf der Gegenseite zumindest fünf der vielen klaren Chancen im Tor der Sportfreunde unterbrachte, war die Partie bereits viele Minuten vor dem Schlusspfiff endgültig entschieden. Nach 60 Minuten mit wenig handballerischem Glanz durften die Holthuser folgerichtig einen nie wirklich gefährdeten 28:19-Auswärtssieg bejubeln.

Mit nun sechs Pluspunkten können die Blau-Weißen zumindest einigermaßen beruhigt in die lange Pause gehen und sich auf die schwierigen Aufgaben im kommenden Jahr vorbereiten. Mit etwas mehr Personal, sowohl beim Training als auch bei den Spielen, will man den Knoten dann endlich zum Platzen bringen. Nächster Gegner des TuS ist die SG Moorsum, die man am 20.01.2019 in Weener erwartet.

TuS Holthusen: Lars de Buhr (TW), Johannes Kampen, Jürgen Dreesmann, Joachim Freese (6), Keno Poppen (2/1), Marcus Wilken (6/3), Dr. Michael Frese (1), Max Hartung (1), Vincent Poral (5), Marco Post, Markus Janssen (7).

Schiedsrichter: Ingo Campen & Sarah Dirks

Spielfilm: 1:2 (5. Min.), 3:6 (10.), 6:9 (15.), 8:11 (20.), 10:13 (25.), 10:15 (Halbzeit), 14:18 (35.), 16:20 (40.), 18:22 (45.), 18:23 (50.), 18:26 (55.), 19:28 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 2 (Larrelt)

Siebenmeter: 74 Tore (TuS) / 32 Tore (Larrelt)