Spielbericht – SV Sprint Westoverledingen vs. TuS Holthusen – 16. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2017/2018 – 16. Spieltag

 

SV Sprint Westoverledingen vs. TuS Holthusen 17:19 (8:11)

 

DERBYSIEGER!

Mit einem 19:17-Derbysieg beim SV Sprint Westoverledingen sind die Herrenhandballer des TuS Holthusen in den Ligaendspurt gestartet. Wie bereits im Hinspiel taten sich die Rheiderländer unnötig schwer, am Ende gewann man allerdings verdient und wahrte seine weiße Derby-Weste.

Wer nach dem offensiven Armutszeugnis beider Teams aus dem Hinspiel, das der TuS mit 17:16 für sich entschied, die Hoffnung hatte, ein schöneres und torreicheres Spiel sehen zu können, wurde bereits nach den ersten Minuten eines Besseren belehrt. Denn obwohl beide Teams mit vollbesetztem Kader in die Begegnung gingen, war das, was man im Angriff zeigte, eine riesengroße Enttäuschung. So war die Partie geprägt von Zweikämpfen, unentschlossenen Offensivbemühungen und ohne Ende technischen Fehlern, Abspielfehlern und Fehlwürfen. Dabei standen, wie bereits beim letzten Aufeinandertreffen, die Hauptdarsteller und besten Akteure im Tor beider Mannschaften. Denn sowohl Sprint-Keeper Fabian Wessels als auch TuS-Torwart Steffen Luikenga brachten die beiden Angriffsreihen mit reihenweise Paraden, sei es bei den vielen unvorbereiteten Würfen oder auch bei Tempogegenstößen und vollkommen freien Würfen, zur Verzweiflung. Die Folge war eine lange Zeit offene erste Halbzeit, in der es den Gästen erst nach der Umstellung von zwei auf nur noch einen Kreisläufer besser gelang, sich aus dem gebundenen Spiel heraus wirklich klare Wurfgelegenheiten zu erspielen. Dank dieser taktischen Maßnahme wurde man für einen schwachen Auftritt zumindest mit einer 11:8-Pausenführung belohnt, denn während man offensiv zwar vieles vermissen ließ, zeigte man sich in der Abwehr zumindest äußerst bissig, aggressiv und verteidigte leidenschaftlich.

In der Kabine lag der Fokus von Trainer Johann Janssen logischerweise auf der Angriffsleistung. Seinen Forderungen, schneller nach vorne zu spielen und wesentlich mehr Tempo und Durchsetzungsvermögen an den Tag zu legen, kamen seine Spieler jedoch auch im zweiten Durchgang nicht wirklich nach. Weil aber auch die Hausherren zu keinem Zeitpunkt ihre viel zu hohe Fehlerquote senken konnten, reichte den Gästen eine weiterhin sehr schwache Offensive mit eklatanter Torquote, um die Führung zu behaupten. Entscheidend dabei war vor allem, dass man neben Luikenga noch einen zweiten Spieler in seinen Reihen hatte, der vollauf zu überzeugen wusste und auf den im Angriff Verlass war. So war es Jan Löning und seiner Treffsicherheit von außen gepaart mit Nervenstärke vom Siebenmeterstrich zu verdanken, dass der Holthuser Erfolg nie wirklich in Gefahr geriet und man immer zwei bis drei Tore vorne lag. Weil es den restlichen Spielern weiterhin nicht gelang, eine auch nur ansatzweise ähnliche Trefferquote wie Löning zu erreichen, obwohl hierfür jede Menge Möglichkeiten vorhanden waren, blieb das Spiel bis zum Ende unnötig spannend. Für einen Punktgewinn kam die Heimsieben jedoch auch trotz ihres überragenden Schlussmannes nicht in Frage, denn der Tabellensechste machte unter’m Strich einfach noch mehr Fehler als der TuS. So lagen die Gäste während der gesamten Spielzeit nicht ein einziges Mal zurück und durften sich beim Schlusspfiff des Schiedsrichter-Gespanns Fokken/Fokken daher auch zurecht über einen 19:17-Auswärtssieg freuen.

Auch wenn das Zustandekommen wahrlich kein Augenschmaus war, zählen für den TuS nur die beiden Punkte, die die leisen Hoffnungen auf die Meisterschaft weiterhin am Leben halten. Bereits am kommenden Freitagabend geht es für die Holthuser mit dem Auswärtsspiel bei der SG STV/VfL Wilhelmshaven weiter. Dort wartet ein hartes Stück Arbeit auf den Tabellenzweiten, dem etliche Akteure in dieser Partie auszufallen drohen.

TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Johannes Kampen, Jan Löning (7/4), Marcus Wilken (1), Keno Poppen, Thomas Janssen (2), Jörg Janssen (1), Thomas Pawlik (2), Dr. Michael Frese (1), Joachim Freese (2), Jörn Battermann (1), Markus Janssen (2).

Schiedsrichter: Fritz Fokken & Ilse-Marie Fokken

Spielfilm: 1:1 (5. Min.), 2:3 (10.), 4:5 (15.), 5:5 (20.), 6:7 (25.), 8:11 (Halbzeit), 9:13 (35.), 11:14 (40.), 13:15 (45.), 14:17 (50.), 16:18 (55.), 17:19 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 5 (WOL)

Siebenmeter: 4 – 4 Tore (TuS) / 1 – 1 Tor (WOL)