Spielbericht – TuS Esens vs. TuS Holthusen – 3. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/20193. Spieltag

 

TuS Esens vs. TuS Holthusen 23:25 (10:9)

 

Dreckiger Auftaktsieg

 

Trotz einer teilweise katastrophalen Leistung ist den Herrenhandballern des TuS Holthusen der Start in die Regionsoberliga-Saison 2018/2019 zumindest im Hinblick auf das Ergebnis geglückt. Beim TuS Esens holte die Janssen-Sieben einen 25:23-Auswärtssieg, der eindeutig in die Kategorie „dreckiger Erfolg“ eingeordnet werden darf.

Mit einem etwas mulmigen Bauchgefühl waren die Rheiderländer bereits in die Bärenstadt gereist. Das lag an den Erinnerungen an die Begegnung aus der Vorsaison, welche man nur denkbar knapp für sich entscheiden konnte, an der monatelangen Pause sowie dem eingeschränkten Spielermaterial, denn mit Nico Havrilla und Keno Poppen fielen kurzfristig krankheitsbedingt noch zwei Akteure aus. Die 11 Spieler, die Trainer Johann Janssen schließlich noch zur Verfügung hatte, kamen dann allerdings gut aus den Startlöchern. Die Hoffnungen auf einen entspannten Nachmittag waren aber bereits nach wenigen Minuten wieder Geschichte. Denn das, was die Gäste nach der schnellen 2:0-Führung ablieferten, war ein offensives Armutszeugnis. Ohne jegliches Tempo, Ideen oder die nötige „Torgeilheit“ trug man seine Angriffe lustlos und unstrukturiert vor. Die goldfarbenen Auswärtstrikots schienen aus echtem Gold zu sein und eine unfassbar große Last auf die Rheiderländer auszuüben, denn man sollte auch im weiteren Spielverlauf nie in den Tempohandball kommen, den man eigentlich imstande ist zu spielen. Wenn man dann mal zu freien Würfen oder Tempogegenstößen kam, scheiterte man entweder kläglich oder der beste Akteur der Heimsieben, Torhüter Chris Eiben, vereitelte die Möglichkeiten mit teilweise sehr starken Paraden. So machte der TuS es den Hausherren leicht, sich ins Spiel zu kämpfen. Und dies nahmen die Esenser natürlich auch dankbar an. Mit einfachen Mitteln drehten sie die Holthuser Führung recht schnell und lagen dann während der ersten Halbzeit nahezu permanent knapp vorne. Am Halbzeitergebnis von 10:9 für den heimischen TuS lässt sich jedoch erkennen, dass auch der Vorjahresachte im Angriff selten die richtige Lösung fand.

Janssen versuchte seinem Team in der Kabine klar zu machen, dass trotz der indiskutablen Angriffsleistung noch alles im Lot ist und man im zweiten Durchgang endlich den Schalter umlegen solle, um die Begegnung für sich entscheiden zu können. Seine Spieler schienen seine Worte tatsächlich direkt umsetzen zu können, denn mit einem 4:1-Lauf drehten sie direkt nach Wiederanpfiff das Spiel. Wer nun jedoch dachte, das Spiel liefe in den Bahnen weiter, die man sich vor dem Spiel gewünscht hatte, hatte sich getäuscht. Es folgte nämlich wieder ein Rückfall zu dem, was man in den ersten 30 Minuten im Spiel nach vorne gezeigt hatte. Etliche falsche Entscheidungen und weiterhin schwache Torwürfe sorgten dafür, dass man sich nie richtig absetzen konnte. Nur dank der guten Abschlussquoten von Marcus Wilken und Jan Löning sowie der etlichen Paraden von Lars Battermann im Tor schaffte es der TuS in der Folge, die Führung bis zum Ende der Begegnung aufrecht zu erhalten. Für viele andere Akteure war es hingegen ein sehr gebrauchter Nachmittag mit jeder Menge Steigerungspotenzial. Nichtsdestotrotz durfte man beim Schlusspfiff einen 25:23-Arbeitssieg bejubeln und ließ enttäuschte Hausherren zurück, die sich zwar permament gegenseitig motivierten, aber in den entscheidenden Situationen noch fehlerbehafteter spielten als die Gäste.

Für den TuS zählt im Endeffekt nur der Sieg, denn man ist sich durchaus bewusst, dass mit solch einer Leistung nicht oft ein doppelter Punktgewinn möglich sein wird. Grund genug sich zu steigern gibt es auch direkt, denn am kommenden Samstag steht mit dem Heimspiel gegen den SV Sprint Westoverledingen schon das Landkreis-Derby an.

TuS Holthusen: Lars Battermann (TW), Lars de Buhr (TW), Jan Löning (7/1), Marcus Wilken (8/3), Jörg Janssen, Joachim Freese (4/1), Jörn Battermann (2), Malte Löning (3), Jürgen Dreesmann, Johannes Kampen, Markus Janssen (1).

Schiedsrichter: Olaf Jung & Klaus-Günter Makovicka

Spielfilm: 1:2 (5. Min.), 4:3 (10.), 5:4 (15.), 7:7 (20.), 9:9 (25.), 10:9 (Halbzeit), 11:13 (35.), 14:16 (40.), 16:19 (45.), 18:20 (50.), 20:23 (55.), 23:25 (Ende).

Zeitstrafen: 3 (TuS) / 5 (Esens)

Siebenmeter: 75 Tore (TuS) / 3 – 3 Tore (Esens)