Spielbericht – TuS Esens vs. TuS Holthusen – 9. Spieltag

Spielbericht

Regionsoberliga Ems Jade Saison 2017/2018 – 9. Spieltag

 

TuS Esens vs. TuS Holthusen 32:33 (14:14)

 

Sieg in Rodiecks Abschiedsspiel

 

Das dritte Mal in Folge haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen eine Partie nicht schön, aber dafür erfolgreich gestaltet. Im letzten Spiel des Jahres, das zugleich das Abschiedsspiel von Robert Rodieck war, gewannen die Rheiderländer beim TuS Esens denkbar knapp mit 33:32 Toren und überwintern dadurch auf dem ersten Tabellenplatz.

Die dunkle Vorahnung von Trainer Johann Janssen, der bereits vor der Anreise ein mulmiges Gefühl hatte und ein schwieriges Spiel erwartete, sollte sich mehr als bewahrheiten. Dabei hatte man personell das erste Mal überhaupt in dieser Saison die maximal mögliche Mannschaftsstärke zur Verfügung. Unter den Akteuren befand sich auch Rodieck, dessen erstes Spiel dieser Spielzeit zugleich sein letztes darstellen sollte. Ihn zieht es im Januar nach Bremen. Das ausgerechnet sein einziger Treffer der endgültige Esenser Todessstoß werden sollte, passte daher perfekt. Doch der Reihe nach: Der von den Blau-Weißen so gefürchtete rutschige Untergrund war beim Betreten der Halle bereits keine Ausrede mehr, denn die Esenser Sporthalle war in der jüngsten Vergangenheit wohl in den Genuss einer Bodenerneuerung gekommen und nicht mehr ansatzweise so ein Hindernis wie in den Vorjahren. Somit war eigentlich alles angerichtet für einen souveränen Holthuser Auftritt. Wer dies jedoch erhofft hatte, wurde bitterlich enttäuscht. Denn die Gäste kamen während der ersten dreizig Minuten nie richtig in Fahrt, spielten viel zu langsam und ließen etliche hunderprozentige Chancen liegen. Und da auch das Abwehr- und Towartspiel komplett zu wünschen übrig ließ, sahen die wenigen Zuschauer eine vollkommen ausgeglichene erste Halbzeit, die folgerichtig mit einem 14:14-Unentschieden endete.

In der Kabine wurde es zurecht laut und die zehn minütige Pause reichte eigentlich gar nicht aus, um die zahlreichen gravierenden Fehler des TuS aufzuarbeiten. Jedoch sah es kurzzeitig wirklich so aus, als würden die Holthuser endlich die Kurve kriegen und sich auf ihre Stärke besinnen. In fünf einigermaßen vernünftigen Minuten direkt nach der Pause sorgte man erstmals für eine Drei-Tore-Führung und hatte genügend Möglichkeiten, um die Partie in die richtige Richtung zu bewegen. Doch weil man im Anschluss fahrlässig und teilweise eklatant jede Menge freie Würfe liegen ließ und sich weiterhin in der Defensive gravierende Mängel erlaubte, kamen die Bärenstädter immer wieder zurück ins Spiel. Selbst eine Vorsprung von vier Toren nach 47 Minuten brachte keine Sicherheit in das Holthuser Spiel. Wie ein roter Faden zog sich die viel zu hohe Fehlerquote in Angriff und Abwehr durch die Partie und ließ den heimischen TuS immer weiter an die Überraschung glauben. So sollte es bis zur 59. Minute dauern, ehe Rodieck mit einem Wurf am Rande der Torauslinie den ansonsten besten Mann der Partie, den Esenser Keeper Chris Eiben, bezwang und damit für die Entscheidung sorgte. Denn danach schaffte der TuS es mit Glück und Geschick, nur noch einen späten Siebenmetertreffer zu kassieren und danach die Uhr herunterzuspielen. Daher durfte man einen 33:32-Arbeitssieg bejubeln.

Mit diesem Erfolg springt man über Weihnachten aufgrund der meisten Pluspunkte auf den ersten Rang in der Regionsoberliga Ems Jade. Die perfekte Grundlage, um am kommenden Wochenende seine Weihnachtsfeier abzuhalten und in eine vierwöchige Winterpause zu gehen. Das nächste Spiel steht erst am 13. Januar an, dann bittet man die SG STV/VfL Wilhelmshaven zum Tanz in der Oberschule in Weener.

TuS Holthusen: Lars Battermann (TW), Lars de Buhr (TW), Johannes Kampen, Jan Löning (4), Jörg Janssen (5), Keno Poppen (5/1), Max Hartung (4), Thomas Janssen (1), Joachim Freese (2/2), Robert Rodieck (1), Malte Löning (2/1), Thomas Pawlik (4), Markus Janssen (5).

Schiedsrichter: Rainer Prokop

Spielfilm: 1:3 (5. Min.), 3:4 (10.), 6:6 (15.), 9:8 (20.), 12:12 (25.), 14:14 (Halbzeit), 15:17 (35.), 18:21 (40.), 20:23 (45.), 24:27 (50.), 29:29 (55.), 32:33 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 6 (Esens)

Siebenmeter: 74 Tore (TuS) / 33 Tore (Esens)