Spielbericht – TuS Holthusen vs. HSG Friedeburg/Burhafe – 3. Spieltag

Spielbericht

Regionsoberliga Ems Jade, Saison 2017/2018, 3. Spieltag

TuS Holthusen vs. HSG Friedeburg/Burhafe 40:35 (17:18)

Torfestival endet mit Heimsieg

Mit einem 75-Tore-Spektakel haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen ihren Heimspielauftakt in die neue Spielzeit zelebriert. Beim „Tag der offenen Tore“ feierte die Mannschaft von Trainer Johann Janssen mit dem 40:35-Erfolg den erhofften Heimsieg.

Von den 16 Akteuren, die man unter der Woche für die Begegnung noch zur Verfügung hatte, waren am Samstag aufgrund von Erkrankungen und anderer privater Verpflichtungen nur noch 12 Spieler übrig. So war Janssen während der gesamten Partie immer wieder gezwungen, auf verschiedenen Positionen zu improvisieren. Bei den ebenfalls ersatzgeschwächten Gästen war zumindest der Rückraum in Bestbestzung vorhanden und damit jene Spieler, die im letzten Aufeinandertreffen beider Teams den Erfolg für die HSG sicherstellten. Daher waren Janssens Worte vor der Partie nicht ohne Grund deutlich, schließlich wollte er ein unkonzentriertes Auftreten seiner Sieben unbedingt vermeiden. Doch diese Rechnung hatte er leider ohne seine Spieler gemacht. Die Blau-Weißen hatten zwar im Angriff immer wieder eine Idee bzw. erfolgreiche Einzelaktionen und kamen so zu vielen leichten Toren, auf der Gegenseite hatte der Holthuser Auftritt allerdings nichts mit Handball zu tun. Schon früh zeichnete sich ab, dass die Rheiderländer in diesem Spiel riesige Probleme mit ihrer Defensive haben würden. Selbst, als man den bis dahin auffälligsten Rückraumakteur der Gäste in eine enge Manndeckung nahm, gab es kaum oder eher gar keine Besserung. Viel zu körperlos agierte der TuS, dazu kam eine schlafmützige Rückwärtsbewegung und zwei Torhüter, die keine Lösung gegen die Würfe der Gäste fanden und auf unterirdische Quoten kamen. Die Folge war eine wahre Torflut, in der zur Pause die Gäste hauchdünn mit 18:17 Toren die Nase vorne hatten.

In der Kabine versuchte Janssen, seinen Mannen einzuimpfen, dass endlich die nötige Aggressivität aufs Parkett gebracht werden muss. Eine einzige gelbe Karte im gesamten ersten Durchgang dürfte hierfür Beweis genug sein. Besser wurde es jedoch auch im zweiten Abschnitt nicht. Die zahlreichen und lautstarken Zuschauer bekamen weiterhin Tore wie am Fließband und vollkommen löchrige und ungeordnete Abwehrreihen zu sehen. Zudem gingen dem TuS auch mehr und mehr die Wechselmöglichkeiten aus, denn nachdem bereits Marcus Wilken in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausschied, traf Jörn Battermann Mitte der zweiten Halbzeit das gleiche Schicksal. Obwohl sich die Abwehrleistung weiterhin beim Nullpunkt bewegte, hatte der TuS sein Faustpfand zumindest im Angriff und konnte sich vor allem bei den beiden besten Torschützen Jörg Janssen und Markus Janssen bedanken, die mit Einzelaktionen entweder selbst Tore erzielten oder die Kreisläufer und Außenspieler in gute Wurfpositionen brachten. Ein kurze Phase mit ordentlicher Abwehrarbeit reichte den Hausherren, um sich eine Viertelstunde vor Schluss einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erspielen, den man sich nicht mehr nehmen ließ. Denn während die Offensive der Holthuser weiter und trotz aller Umstände in Form von nicht nachvollziehbaren Entscheidungen der beiden Unparteiischen Tore in Hülle und Fülle produzierte, traf die HSG im Angriff mehr und mehr Fehlentscheidungen. Dadurch gelang es dem TuS, die Führung langsam auszubauen und sich entscheidend abzusetzen. Auch eine doppelte Manndeckung der Gäste brachte den Erfolg nicht mehr in Gefahr. So konnte man beim Schlusspfiff einen sicherlich nicht unverdienten 40:35-Heimerfolg bejubeln.

Durch diesen Sieg und nun 3:1 Punkten rangiert man auf dem dritten Tabellenplatz und kann von einem gelungenen Saisonstart sprechen. Das nächste Ligaspiel wartet erst in fünf Wochen auf die Holthuser. Dann ist man zu Gast beim Spitzenreiter, der HSG Neuenburg/Bockhorn. Vorher steht allerdings noch das verlegte Pokalspiel auf dem Programm.

TuS Holthusen: Lars de Buhr (TW), Lars Battermann (TW), Jürgen Dreesmann (3), Marcus Wilken (1), Jan Löning (7/5), Jörn Battermann (2), Jörg Janssen (9), Johannes Kampen, Malte Löning (5/1), Marco Post, Hendrik Luikenga (4), Markus Janssen (9).

Schiedsrichter: Fritz Fokken & Ilse-Marie Fokken

Spielfilm: 4:2 (5. Min.), 8:6 (10.), 10:9 (15.), 11:12 (20.), 13:13 (25.), 17:18 (Halbzeit), 21:21 (35.), 25:24 (40.), 29:28 (45.), 33:30 (50.), 35:32 (55.), 40:35 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 5 (HSG)

Siebenmeter: 66 Tore (TuS) / 11 Tor (HSG)