Spielbericht – TuS Holthusen vs. OHV Aurich II – 6. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/20196. Spieltag

 

TuS Holthusen vs. OHV Aurich II 38:19 (16:8)

 

Nach Debakel folgt Schützenfest

Eine Woche nach der deutlichen Niederlage in Obenstrohe haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen die richtige Reaktion gezeigt und den ersten Heimsieg in dieser Spielzeit eingefahren. Im 4-Punkte-Spiel gegen den OHV Aurich II feierte man einen nie gefährdeten 38:19-Erfolg.

Nach zuletzt drei Pleiten in Folge war ein gewisser Druck, endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen zu müssen, um nicht dauerhaft in der unteren Tabellenregion festzusitzen, beim Team um Trainer Johann Janssen spürbar. Somit war man sich der Bedeutung des Spiels gegen den Landesklassenabsteiger und aktuellem Tabellenschlusslicht aus Aurich bewusst. Zum Leidwesen der Blau-Weißen musste man personell erneut etliche Ausfälle hinnehmen, sodass aus dem 19-Mann-Kader „nur“ elf Akteure zur Verfügung standen. Die Zweitvertretung des Oberliga-Spitzenreiters traf es allerdings noch deutlich heftiger, denn die Gäste waren mit lediglich acht Spielern angereist. Daher war die Vorgabe von Janssen auch eindeutig. Er wollte eine kompakte Abwehr seiner Farben sehen, die dann über Tempogegenstöße und die zweite Welle einfache Tore erzielen sollte. Nach einer mehr als fünfminütigen Eingewöhnungsphase, in der die Begegnung noch ausgeglichen verlief, hatten die Rheiderländer sich auf den OHV-Angriff eingestellt und nahmen den bis dato auffälligsten Gäste-Akteur in eine etwas offensivere Deckung. Da den restlichen Akteuren aus Aurich sehr wenig einfiel gegen eine ganz ordentlich verteidigende TuS Abwehrreihe und zudem auch noch Lars Battermann im Gehäuse der Heimsieben einen guten Tag erwischte, fing man so etliche Bälle ab. Diese nutzten die Holthuser dann entweder für Tempogegenstoß-Tore über den schnellen Vincent Poral oder erspielten sich reihenweise klare Torchancen über die Angriffsvariante mit zwei Kreisläufern, gegen die die Gäste über die gesamte Spielzeit wenig Lösungen fanden. Vor allem Marcus Wilken nutzte dabei seine Freiräume aus und belohnte sich und sein Team mit 12 Treffern. Bereits zur Pause war die Begegnung beim Stand von 16:8 Toren mehr als vorentschieden.

Und auch im zweiten Durchgang machten die Hausherren da weiter, wo sie aufgehört hatten. Dabei waren die Gäste für den TuS auch der richtige Gegner zur richtigen Zeit, denn ohne wirkliche Wechselmöglichkeiten und mit zu wenig Durchsetzungsvermögen im Angriff machten sie es dem TuS auch recht leicht, die Führung immer weiter auszubauen. Dabei unterliefen den Holthusern auch noch einige technische Fehler und zudem leistete man sich auch mindestens ein Dutzend Fehlwürfe, unter anderem zwei Siebenmeter. So wäre ein noch höherer Sieg wahrlich kein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Nichtsdestotrotz zeigte man sich vor der gut gefüllten Tribüne deutlich verbessert im Vergleich zu den bisherigen Auftritten und nutzte das Spiel, um allen Akteuren Spielanteile zu gewähren. Erfreulicherweise trug sich dadurch auch jeder Spieler in die Torschützenliste ein und so feierte man beim Schlusspfiff der beiden Unparteiischen Höpner/Wiechmann einen hochverdienten und souveränen 38:19-Erfolg.

Durch diesen Sieg klettert man in der Tabelle auf den fünften Tabellenplatz. Nach einem spielfreien Wochenende reisen die Holthuser dann zum Wilhelmshavener SSV II. Der Aufsteiger spielt bislang eine starke Saison und steht aktuell vor den Rheiderländern. Dort wird somit ein hartes Stück Arbeit auf die Gäste warten, allerdings will man den Aufwärtstrend bestätigen und die nächsten beiden Punkte einfahren.

TuS Holthusen: Lars Battermann (TW), Johannes Kampen (4), Vincent Poral (6), Jürgen Dreesmann (1/1), Joachim Freese (2), Keno Poppen (2), Jan Löning (1), Jörn Battermann (1), Marcus Wilken (12/3), Nico Havrilla (2), Markus Janssen (7).

Schiedsrichter: Manfred Höpner & Wilhelm Wiechmann

Spielfilm: 3:2 (5. Min.), 7:4 (10.), 10:5 (15.), 13:5 (20.), 14:6 (25.), 16:8 (Halbzeit), 19:10 (35.), 23:14 (40.), 27:15 (45.), 31:16 (50.), 34:17 (55.), 38:19 (Ende).

Zeitstrafen: 0 (TuS) / 1 (OHV)

Siebenmeter: 64 Tore (TuS) / 33 Tore (OHV)