Spielbericht – TuS Holthusen vs. SG STV/VfL Wilhelmshaven – 8. Spieltag

Spielbericht

Regionsoberliga Ems Jade Saison 2017/2018 – 8. Spieltag

 

TuS Holthusen vs. SG STV/VfL Wilhelmshaven 35:31 (18:11)

 

Gelungener Jahresauftakt

Mit einem Heimsieg gegen die SG STV/VfL Wilhelmshaven sind die Herrenhandballer des TuS Holthusen in das Kalenderjahr 2018 gestartet. Durch einen eigentlich nie gefährdeten 35:31-Erfolg bleiben die Rheiderländer weiterhin Tabellenführer.

Trainer Johann Janssen war vor dieser Partie erstmals in dieser Spielzeit in der luxuriösen Situation, sogar einen Spieler aus dem Kader streichen zu müssen, da man endlich einmal nur wenige Ausfälle verkraften musste. Dagegen hatten die Gäste vom Jadebusen nur einen Feldspieler zum Wechseln dabei. Somit war die Marschroute für den TuS klar: Ab der ersten Sekunde sollte pausenlos Tempohandball gespielt werden. Beide Teams nahmen dabei von Beginn an die beiden Toptorschützen der Liga, Markus Janssen (TuS) und Guido Kreck (WHV), mit einer engen Manndeckung aus dem Spiel. Somit waren für die anderen Akteure immer wieder große Freiräume vorhanden, die im ersten Durchgang allerdings meistens nur die Holthuser zu nutzen wussten. Vor allem, wenn man Ballgewinne verzeichnete und dann schnell umschaltete, waren die Gäste überfordert. Weil man jedoch auch einige Male aufgrund von technischen Fehlern oder Fehlwürfen Bälle leichtfertig hergab und in der Abwehr das Zusammenspiel zwischen dem Gehirn der SG, Thorsten Layer, und dem Kreisläufer bzw. dem Linksaußen oft nicht clever genug zu unterbinden wusste, lag man zur Pause „nur“ mit 18:11 Toren vorne.

Ein normalerweise beruhigender Vorsprung, der einer Vorentscheidung gleichen sollte. Doch Janssen mahnte sein Team tunlichst den Fehler zu vermeiden, das Spiel bereits als Erfolg einzutüten, sondern hochkonzentriert weiter zu agieren. Denn schon oft genug hatte der TuS sich in der Vergangenheit zur Pause hohe Vorsprünge erspielt, um diese aus unerklärlichen Gründen dann leichtfertig wieder abzuschenken und Spiele damit unnötig spannend zu machen. Die Wilhelmshavener begannen den zweiten Durchgang mit einer weiteren Manndeckung gegen einen Holthuser Spieler. Somit waren die Räume noch größer und mit schnellen Kreuzungen gegen die körperlich zwar sehr robusten, aber nicht unbedingt schnellen SG-Akteure hätten die Holthuser sich permanent freie Würfe erspielen können. Leider gelang dies nur bedingt, da man zu oft falsche Entscheidungen bei Abspielen oder Torwürfen traf. Auf der Gegenseite gelang es nie, Layer aus dem Spiel zu nehmen oder durch Antizipation zumindest die Passwege zuzustellen. Dadurch gelang es den Gästen immer wieder, den Kreisläufer anzuspielen, der seinen körperlichen Vorteil geschickt nutzte und entweder selbst traf oder Siebenmeter und Zeitstrafen herausholte. Doch auch die nicht mehr zufriedenstellende Abwehrarbeit reichte in Kombination mit einer ordentlichen Angrifsleistung weiterhin aus, um den Vorsprung aus dem guten ersten Durchgang zu konservieren. Zumindest bis zur 55. Minute, denn danach gab man die deutliche Führung fährlässig her und kassierte viel zu einfache Gegentore, weil man vorne ideenlos abschloss und dann keine Ordnung in der Abwehr fand. So konnten die Gäste Ergebniskosmetik betreiben, mussten beim Schlusspfiff des guten Schiedsrichter-Gespanns Hüsken/Hüsken aber einen verdienten 35:31-Erfolg der Blau-Weißen akzeptieren.

Durch den Sieg bleiben die Rheiderländer an der Tabellenspitze und können sich am kommenden Wochenende vom Sofa aus anschauen, was die Konkurrenz so macht. Das nächste Spiel findet dann in zwei Wochen beim Schlusslicht aus Larrelt statt.

TuS Holthusen: Lars Battermann (TW), Steffen Luikenga (TW), Johannes Kampen (3), Jan Löning (4), Jörg Janssen (4), Marco Post, Marcus Wilken (3/2), Jürgen Dreesmann (3), Nico Havrilla (3), Keno Poppen (1), Joachim Freese (2/1), Malte Löning (1), Thomas Pawlik (9), Markus Janssen (2).

Schiedsrichter: Christian Hüsken & Marcus Hüsken

Spielfilm: 3:2 (5. Min.), 6:2 (10.), 9:4 (15.), 12:6 (20.), 15:10 (25.), 18:11 (Halbzeit), 21:14 (35.), 25:18 (40.), 27:22 (45.), 31:24 (50.), 34:28 (55.), 35:31 (Ende).

Zeitstrafen: 4 (TuS) / 4 (WHV)

Siebenmeter: 63 Tore (TuS) / 75 Tore (WHV)