Spielbericht – TuS Holthusen vs. SV SF Larrelt – 14. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2019/2020 – 14. Spieltag

TuS Holthusen vs. SV SF Larrelt 23:19 (13:8)

GLANZLOSER HEIMSIEG

Gerade noch so mit einem blauen Auge davongekommen sind die Herrenhandballer des TuS Holthusen im Heimspiel gegen den SV SF Larrelt. Am Ende reichte die mehr als dürftige Leistung zu einem schmeichelhaften 23:19-Erfolg gegen das noch punktlose Schlusslicht der Regionsoberliga Ems Jade.

Die Voraussetzungen für die Begegnung waren bei den Blau-Weißen eigentlich ausgezeichnet, denn Trainer Johann Janssen standen 13 Akteure zur Verfügung, man hatte zuletzt zweimal überzeugend gewonnen und zudem mit den ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichtern Kaiser/Kaiser das wohl beste Gespann in der Halle, das man angesetzt bekommen kann. Allerdings sollten die eindringlichen Warnungen, die Janssen seinen Spielern vor der Partie mit auf die Reise gab, sich fast vollständig bewahrheiten. Denn sein Team tat sich von Beginn an gegen die Gäste aus Larrelt sehr schwer und wusste nie wirklich zu überzeugen. In der Abwehr fehlte die Bereitschaft, auch bei den lang-ausgespielten Angriffen der Gäste die Konzentration hochzuhalten, sodass man sich immer wieder vermeidbare Gegentore fing. Das viel größere Problem sollte in diesem Spiel jedoch der Angriff werden. Es fehlte oft an der nötigen Entschlossenheit, sich in den Zweikämpfen durchzusetzen, sich ohne Ball zu bewegen oder die Abwehr der Grün-Weißen durch schnelle Pässe in Bewegung zu bringen. So traf man immer wieder falsche Entscheidungen und produzierte etliche Fehler. Eine kurze stärkere TuS-Phase reicht jedoch aus, um sich bis zur Pause einen vermeintlich komfortablen 13:8-Vorsprung zu erarbeiten.

Sicherheit gab diese Führung den Hausherren aber leider nicht. Denn das, was man in der zweiten Halbzeit dann ablieferte, war noch schlechter als die Leistung des ersten Durchgangs. Weil man vorne immer öfter an Keeper Nessen oder den eigenen Nerven scheiterte und in der Deckung zu wenig zusammen und aggressiv arbeitete, setzte der TuS sich nicht weiter ab, sondern brachte die Larrelter ab der 42. Minute wieder ins Spiel. Fast zehn Minuten gelang der Heimsieben in der Folge kein Treffer, auf der Gegenseite wurde der Glaube an die ersten Punkte in dieser Saison durch jeden gehaltenen Ball und jedes weitere Tor immer größer. Und so wurde aus dem erhofften deutlichen Sieg plötzlich ein Nervenspiel. Zehn Minuten vor dem Ende lagen die Holthuser nur noch mit einem Tor vorne und es sah danach aus, als würde man das Spiel komplett aus der Hand geben. Erfreulicherweise – zumindest aus TuS-Sicht – fing bei den Gästen nun auch der Kopf an, eine entscheidende Rolle zu spielen. Denn als Larrelt per Siebenmeter die Chance auf den Ausgleich liegenließ und auf der anderen Seite endlich mal wieder ein Holthuser Angriff vernünftig und erfolgreich zu Ende gespielt wurde, gab dies dem TuS den letzten notwendigen Schub. In den letzten Minuten zeigte man endlich noch einmal eine gute Deckungsarbeit, profitierte von Torhüterparaden und entschied die Partie mit zwei weiteren Toren endgültig. Über das 23:19, das letztendlich auf der Anzeigentafel stand, freute sich allerdings keiner so richtig, schließlich waren die Gäste so dicht dran an einem Erfolg wie schon lange nicht mehr, um am Ende doch wieder zu verlieren, und beim TuS war man sich darüber im Klaren, dass alle Akteure deutlich besser spielen können als das, was man in den 60 Minuten zuvor gezeigt hatte.

Sei’s drum: In ein paar Tagen fragt keiner mehr danach, ob man glücklich oder souverän gewonnen hat. Entscheidend sind – wie immer – nur die beiden Punkte und diese stehen nun auf der Habenseite des TuS. Daher richtet sich der Fokus nun schon auf die nächste große Hürde am kommenden Wochenende, wenn man mit der HSG Emden ein sehr ambitioniertes Team und den nach Minuspunkten Tabellenzweiten in der heimischen Oberschul-Halle begrüßt.

TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Jörg Janssen (4), Marcus Wilken (3), Thomas Pawlik (1), Thorben Frieling, Malte Löning (2), Jan Löning (3), Johannes Kampen (1), Nico Havrilla, Jürgen Dreesmann, Jörn Battermann, Markus Janssen (9/3).

Schiedsrichter: Jens Kaiser & Volker Kaiser

Spielfilm: 2:2 (5. Min.), 3:3 (10.), 6:5 (15.), 8:5 (20.), 11:6 (25.), 13:8 (Halbzeit), 16:13 (35.), 17:13 (40.), 18:14 (45.), 18:16 (50.), 20:19 (55.), 23:19 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 1 (Larrelt)

Siebenmeter: 5 – 3 Tore (TuS) / 7 – 5 Tore (Larrelt)