Spielbericht – TuS Holthusen vs. SV SF Larrelt – 16. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/2019 – 16. Spieltag

TuS Holthusen vs. SV SF Larrelt 30:22 (18:13)

Pflichtsieg zum Saisonabschluss

Endlich geschafft! Die Saison 2018/2019 in der Regionsoberliga Ems Jade ist für die Herrenhandballer des TuS Holthusen endlich zu Ende. Im letzten Saisonspiel konnte man zwar nie an die Leistung aus der Vorwoche anknüpfen, gewann aber trotzdem verdient und nie gefährdet mit 30:22 Toren gegen den SV SF Larrelt.

Die Begegnung gegen das Tabellenschlusslicht war für Trainer Johann Janssen und sein Team ein Spiegelbild der gesamten Spielzeit. Hatte man im Vergleich zu den letzten Wochen mit 13 einsatzbereiten Spielern ausnahmsweise mal wieder einen breiten Kader zur Verfügung, stimmte dafür dann jedoch wieder das, was man dann 60 Minuten ablieferte, nicht wirklich. Bereits seit Jahren fehlt es den Rheiderländern an Konstanz, überragende Auftritte und grottenschlechte Spiele wechseln sich munter ab, nur sehr selten gelang es den Blau-Weißen mal, einen Lauf mit mehreren guten Partien in Folge abzuliefern. Und auch innerhalb der Spiele hatte man immer wieder Phasen, in denen defensiv und offensiv nahezu alles gelang, um direkt danach kollektiv Fehler ohne Ende zu produzieren. Dazu kamen in dieser Saison dann noch die etlichen Verletzungen, mit denen man zu kämpfen hatte. Als dies bot auch das letzte Saisonspiel den zahlreichen Zuschauern, die die Holthuser wieder sehr gut unterstützten. Janssen hatte seine Akteure auf einen unbequemen Gegner eingestellt und verlangte eine aufmerksame Abwehr, die Ballgewinne in schnelle eigene Torerfolge umwandeln sollte. Dies gelang in den ersten zehn Minuten recht gut, denn auch trotz schon einiger unnötiger Ballverluste hatte man sich schnell ein 4-Tore-Polster erspielt. Es folgte der nächste verletzungsbedingte Ausfall, dieses Mall traf es Markus Janssen, der ohne Fremdeinwirkung wegknickte und für den der Arbeitstag nach zehn Minuten somit schon wieder beendet war. Die nächsten Minuten nutzten die Hausherren, um die Führung weiter auszubauen. Sicherheit brachte der teilweise sieben Tore betragende Vorsprung der Heimsieben jedoch nicht. Denn anstatt den Gästen bereits früh entscheidend den Zahn zu ziehen, agierte der TuS viel zu passiv in der Abwehr und erlaubte sich auf der Gegenseite viel zu viele Fehlentscheidungen. So blieben die Larrelter zumindest vermeintlich weiter im Spiel. Beim Stand von 18:13 für den TuS wurden dann die Seiten gewechselt.

Janssen bemängelte vollkommen zurecht die große Fehlerquote im Angriff und verlangte von seinen Farben, in den letzten 30 Minuten der Saison noch einmal einen Gang hochzuschalten und einen klaren Erfolg einzufahren. Allerdings wurden seine Akteure den Fehlerteufel einfach nicht mehr los. Man hatte dabei zwar zu keiner Sekunde das Gefühl, dass die Gäste auch nur annähernd noch einmal für etwas Zählbares in Frage kommen könnten. Doch weil die letzte Überzeugung einfach weiterhin fehlte, konnte man die Pausenführung lange Zeit nicht weiter erhöhen. Daran waren auch die beiden Unparteiischen nicht unschuldig, denn die arrogante Art und Weise der Spielleitung und das Verbot jeglicher und vor allem auch berechtigter Emotionen und Einwände sorgte für einigen Unmut auf Seiten des TuS. Aber auch dies passte in die gesamte Saison, denn nur sehr selten hatte man das Glück, Schiedsrichter aufgrund sehr guter Leistungen nicht bzw. positiv erwähnen zu dürfen. Am Ausgang des Spiels konnte aber auch dies nichts ändern. Ohne jeglichen Glanz spielten die Holthuser die Partei in der Folge zu Ende, bauten die Führung dann doch noch einmal aus und bejubelten beim Schlusspfiff einen ungefährdeten 30:22-Erfolg.

Durch den Sieg springt man zumindest vorübergehend auf den vierten Platz und muss nun abwarten, was die Konkurrenz in den verbleibenden Spielen noch so macht. Im besten Falle bleibt man Vierter, allerdings ist auch das Abrutschen auf den sechsten Platz noch möglich. Egal, welche Platzierung am Ende herausspringt: Die Holthuser sind froh, dass die Saison, die zwar nicht total verkorkst, aber auch nicht wirklich zufriedenstellend gelaufen ist, beendet ist und man in den kommenden Monaten nun Zeit hat, um sich für die kommende Spielzeit wieder neu aufzustellen.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Jürgen Dreesmann (1), Keno Poppen (3), Marcus Wilken (5), Jörg Janssen, Jörn Battermann (2), Dr. Michael Frese (2), Vincent Poral (6), Johannes Kampen (2), Jan Löning (2), Nico Havrilla (6/4), Marco Post (1), Markus Janssen.

Schiedsrichter: Wiebke Flügge & Johanna Fokken

Spielfilm: 3:1 (5. Min.), 8:4 (10.), 10:4 (15.), 13:7 (20.), 15:9 (25.), 18:13 (Halbzeit), 18:14 (35.), 20:16 (40.), 22:16 (45.), 26:18 (50.), 26:20 (55.), 30:22 (Ende).

Zeitstrafen: 4 (TuS) / 3 (Larrelt)

Siebenmeter: 5 – 4 Tore (TuS) / 4 – 3 Tore (Larrelt)