Spielbericht – TuS Holthusen vs. TuS Esens – 11. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/2019 – 11. Spieltag

TuS Holthusen vs. TuS Esens 45:16 (22:6)

Haushoch und hochverdient

Mit einem zu keiner Sekunde gefährdeten 45:16-Kantersieg gegen den TuS Esens haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen die heiße Phase der Regionsoberliga-Saison 2018/2019 eingeläutet. Beim auch in der Höhe mehr als verdienten Heimsieg durften sich zudem alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen.

Trotz einiger krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle, die teilweise erst am Tag des Spiels feststanden, konnte TuS-Coach Johann Janssen auf einen breiten 13-Mann-Kader zurückgreifen. Während peronell bei den Rheiderländern somit gute Voraussetzungen vorhanden waren, sah das beim Tabellensechsten aus der Bärenstädt komplett anders aus. Lediglich neun Akteure konnten die Gäste aufbieten, sodass die Marschroute der Holthuser direkt klar war: Tempo, Tempo, Tempo! Janssen überraschte die Esenser direkt zum Auftakt in die Begegnung mit einer doppelten Manndeckung. Und diese Taktik zeigte sofort Wirkung. Denn den Gästen fielen so gut wie nie effektive Lösungen gegen diese Deckungsvariante ein, es fehlte an Bewegung und Torgefahr. Die Folge waren Ballgewinne im Minutentakt für die Heimsieben, die einen Tempogegenstoß nach dem anderen lief und bereits nach guten 11 Minuten beim 7:1 und der ersten Gäste-Auszeit die Partie mehr oder weniger entschieden hatte. Auch in der Folge hielten die Hausherren die Spannung in der Abwehr hoch und mussten nur äußerst selten einen Gegentreffer hinnehmen. Einzig die mangelde Chancenverwertung trübte den Gesamteindruck. So hatte man trotz einer 22:6-Pausenführung bereits einige Fahrkahrten auf dem Zettel und damit eine bereits höhere Führung schlichtweg verdaddelt.

Auch im zweiten Durchgang sollte, so war zumindest der Halbzeit-Wunsch von Janssen, das muntere Torewerfen weitergehen. Allerdings sollte vor allem die Defensive weiter fokussiert bleiben und der berühmt berüchtigte Schlendrian so gut es geht nicht in Erscheinung treten. Es dauerte jedoch erst einige Minuten, bis bei allen TuS-Akteuren die Konzentration wieder auf dem Level war, dass für das Erfüllen dieser Vorgaben notwendig war. Dann jedoch rollte noch einmal eine Torlawine über die Gäste. Gerade einmal einen Gegentreffer ließen die Blau-Weißen zwischen der 36. und 50. Minute zu, auf der Gegenseite klingelte es hingegen satte 13mal im Kasten von Gäste-Keeper Eiben, der trotz der 45 Gegentore eine sehr gute Leistung zeigte und jede noch so kleine Nachlässigkeit bei Würfen der Holthuser mit starken Paraden bestrafte. Doch auch er konnte die immer deutlichere Packung für seine Farben nicht verhindern. Immer wieder liefen teilweise mehrere TuS-Akteure alleine auf ihn zu und wurden zum Torewerfen eingeladen. Vor allem Keno Poppen nutzte diese Freiräume und war mit 14 Toren bester Werfer der Partie. Und auch wenn der Schlendrian dann doch noch einige Male auftauchte und so ein problemlos noch höherer Sieg verhindert wurde, durften die Holthuser am Ende einen auch in der Höhe mehr als verdienten 45:16-Erfolg bejubeln.

Durch den dritten Sieg in Folge bleibt man zunächst Tabellenvierter und reist am kommenden Samstag zu einem der beiden Aufstiegsanwärter nach Wilhelmshaven.

TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Johannes Kampen (1), Jürgen Dreesmann (2), Joachim Freese (3), Keno Poppen (14/3), Marcus Wilken (8), Thomas Janssen (1), Jan Löning (2), Jörn Battermann (3), Marco Post (2), Nico Havrilla (5), Markus Janssen (4).

Schiedsrichter: Ingo Campen

Spielfilm: 2:1 (5. Min.), 5:1 (10.), 9:2 (15.), 14:3 (20.), 19:5 (25.), 22:6 (Halbzeit), 23:9 (35.), 28:10 (40.), 33:11 (45.), 37:11 (50.), 42:15 (55.), 45:16 (Ende).

Zeitstrafen: 1 (TuS) / 4 (Esens)

Siebenmeter: 4 – 3 Tore (TuS) / 2 – 0 Tore (Esens)