Spielbericht – TuS Holthusen vs. Wilhelmshavener HV III – 11. Spieltag

Spielbericht

Regionsoberliga Ems Jade Saison 2017/2018 – 11. Spieltag

 

TuS Holthusen vs. Wilhelmshavener HV III 27:18 (11:9)

 

Bärenstarke Abwehr bringt „Big Points“

Dank einer überragenden Defensivleistung haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen einen in dieser Höhe vorher nicht zu erwartenden 27:18-Heimsieg gegen den Wilhelmshavener HV III eingefahren. Dabei zeigte man vor allem im zweiten Durchgang Abwehrarbeit vom Allerfeinsten.

Die Partie in der Oberschulhalle in Weener war bereits das dritte Duell beider Teams in dieser Spielzeit. Hatte man in der Liga zum Saisonauftakt beim 22:22 noch einen Punkt liegengelassen, folgte im Pokal erneut auswärts eine unnötige, aber verkraftbare Niederlage. Daher hatte man sich für diese Begegnung vorgenommen, die Bilanz gegen das Team vom Jadebusen wieder auszugleichen. Für diese Mission stand Trainer Johann Janssen idealerweise ein voller Kader zur Verfügung. Die Gäste mussten hingegen einige Ausfälle verkraften, konnten ihre Hauptakteure allerdings aufbieten, sodass ein erneutes Duell auf Augenhöhe zu erwarten war. Und dieses sahen die zahlreichen Zuschauer im ersten Durchgang dann auch. Beide Mannschaften überzeugten mit sehr guter Abwehrarbeit, während beide Angriffsreihen den nötigen Spielwitz und eine vernünftige Trefferquote vermissen ließen. Weil die Blau-Weißen jedoch hin und wieder in Kleingruppen die besseren Lösungen fanden, durfte der TuS mit einer knappen 11:9-Führung in die Kabine gehen.

Dort prophezeite Janssen seinen Akteuren ein weiterhin offenes Spiel, bei dem wahrscheinlich erst in den letzten Minuten die Entscheidung fallen wird. Auf eine derart spannende zweite Hälfte hatten seine Spieler allerdings überhaupt keine Lust. Denn zur Freude ihres Trainers sollten die in Puncto „Defensivleistung“ mit Abstand besten 30 Minuten seit Monaten folgen und die Partei wider Erwarten früh entscheiden. Vielbeinig, clever und vor allem jederzeit fair sorgten die Holthuser dafür, dass der hoch gehandelte Rückraum der Gäste so gut wie nie freie Würfe bekam. Und auch der Kreisläufer und die beiden Außenspieler wurden vom Abwehrkollektiv des TuS nahezu komplett aus dem Spiel genommen. Dazu gesellten sich noch sehr starke Leistungen der beiden Keeper der Heimsieben. Gegen diese „blau-weiße Wand“ war für den Tabellenvierten kein Kraut mehr gewachsen. Passend zur starken Defensive spielte man auch im Angriff wesentlich ideenreicher und strahlte dabei von allen Positionen Torgefahr aus. Die logische Folge war ein 9:2-Tore-Lauf in den ersten 17 Minuten des zweiten Durchganges und eine fast zweistellige Führung. Und auch wenn damit die Partie vorzeitig entschieden war, spielte man in der Folge routiniert und abgezockt weiter anstatt, wie schon so häufig in dieser Saison, zwei Gänge zurückzuschalten und sich das gute Ergebnis wieder unnötig kaputtzumachen. So lag man sich beim Schlusspfiff jubelnd in den Armen und durfte sich über eine hervorragende Leistung und einen 27:18-Heimsieg freuen.

Dank des sechsten Sieges in Folge hat man einen direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze weiter abgeschüttelt und kann nun mit breiter Brust in die schwere Auswärtspartie bei der HSG Friedeburg/Burhafe gehen. Dort wird eine ähnlich gute Leistung abgerufen werden müssen, will man nicht, wie in der letzten Saison, mit zwei Minuspunkten im Gepäck die Heimreise antreten.

TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Johannes Kampen (1), Jan Löning (5/2), Jörg Janssen, Marcus Wilken (5/3), Jürgen Dreesmann (1), Jörn Battermann, Keno Poppen (1), Joachim Freese (2), Thomas Pawlik (3), Thomas Janssen (1), Malte Löning (3), Markus Janssen (5).

Schiedsrichter: Heinz Wagener & Wolfgang Werner

Spielfilm: 2:0 (5. Min.), 3:3 (10.), 6:4 (15.), 7:6 (20.), 9:8 (25.), 11:9 (Halbzeit), 13:9 (35.), 14:10 (40.), 18:11 (45.), 22:13 (50.), 25:16 (55.), 27:18 (Ende).

Zeitstrafen: 3 (TuS) / 6 (WHV)

Siebenmeter: 55 Tore (TuS) / 22 Tore (WHV)