Spielbericht – TuS Holthusen vs. Wilhelmshavener SSV II – 15. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/2019 – 15. Spieltag

TuS Holthusen vs. Wilhelmshavener SSV II 31:21 (15:10) (link von Jan Bruins)

Heimsieg dank bärenstarkem Auftritt

Die Wundertüte „TuS Holthusen“ hat wieder zugeschlagen! Im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener SSV II hatte das Team um Trainer Johann Janssen aufgrund erheblicher personeller Sorgen mit der nächsten, eventuell auch deutlichen Niederlage gerechnet. Doch es kam ganz anders: Dank eines leidenschaftlichen Auftritts sorgten die Blau-Weißen für eine Überraschung und besiegten den Tabellendritten mit 31:21 Toren.

Dabei waren die Vorzeichen für die Hausherren erneut alles andere als rosig. Als wäre die deutliche Niederlage in der Vorwoche nicht schon Rückschlag genug gewesen, konnten unter der Woche beide Trainingseinheiten mangels Masse nicht stattfinden. Und auch für das Spiel gegen den ambitionierten Aufsteiger standen dann nur 11 Spieler zur Verfügung, von denen zudem noch einige angeschlagen in die Begegnung gingen. Die Erwartungshaltung der Heimsieben war daher zurecht eher bescheiden. Was man dann jedoch 60 Minuten lang ablieferte, war so überhaupt nicht zu erwarten. Von der ersten Minute an war man voll da, hochkonzentriert und gewillt, die zuletzt eher dürftigen Auftritte wiedergutzumachen. Angeführt vom in der Abwehr überragenden Keno Poppen ließ man die Gäste, die in puncto Spieltempo, Fitness und Spritzigkeit deutliche Vorteile gegenüber dem TuS aufwiesen, nie richtig ins Spiel kommen. Vor allem aus dem gebundenen Spiel heraus fiel den quirligen Wilhelmshavenern nur selten die richtige Lösung gegen die kompakte und defensiv agierende 6:0-Abwehr der Hausherren ein. Auf der Gegenseite vertraute Janssen, auch bedingt durch die etlichen Ausfälle von Rückraumspielern, wieder auf das System mit zwei Kreisläufern. Erneut sollte sich diese Taktik als goldrichtig erweisen. Denn trotz klar langsamerem Spielaufbau waren die Holthuser immer dann auf der Höhe, wenn es darauf ankam. So spielte man geduldig seine Angriffe aus, sah sehr oft den besser postierten Mitspieler und ließ nur wenige Torgelegenheiten ungenutzt. Vor allem Malte Löning hatte dabei einen Sahnetag erwischt und traf teilweise aus den unmöglichsten Winkeln. Lohn dieser starken Leistung war eine 15:10-Pausenführung.

Die Holthuser Sorge, dass die Gäste aufgrund der besseren körperlichen Verfassung die Partie jederzeit noch einmal drehen könnten, sollte sich als unnötig entpuppen. Dies lag allerdings nicht daran, dass das Team vom Jadebusen, das während der gesamten Begegnung lautstark von drei Trommlern unterstützt wurde, es nicht mit allen Mitteln versuchte. Viel mehr waren es weiterhin die sehr starken Rheiderländer, die trotz schwindender Kräfte immer wieder die richtigen Entscheidungen trafen, Fehler gegenseitig ausbadeten und sich immer wieder pushten. So ließ man die Gäste nie näher als vier Tore herankommen und hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle. Als man dann auch noch einmal in Abwehr und Angriff einen Gang hochschaltete und dies mit einem 5:0-Lauf belohnt wurde, war die Partie endgültig entschieden. Unter großem Jubel spielte man in der Folge seinen Stiefel herunter und lag sich beim Schlusspfiff und einem Endstand von 31:21 Toren freudestrahlend in den Armen.

Wieder einmal haben die Holthuser aufblitzen lassen, was sie zu leisten im Stande sind, ganz egal, mit welchem Personal man auskommen muss. Die richtige Einstellung wird auch im kommenden Spiel, das zugleich bereits das letzte Saisonspiel des TuS ist, notwendig sein, um gegen die Sportfreunde Larrelt mit einem doppelten Punktgewinn die Spielzeit beenden zu können.


TuS Holthusen: Steffen Luikenga (TW), Lars Battermann (TW), Jürgen Dreesmann, Keno Poppen (4), Marcus Wilken (6), Malte Löning (7), Johannes Kampen (5), Jan Löning (1), Nico Havrilla (3/3), Marco Post (1), Markus Janssen (4).

Schiedsrichter: Dirk Züchner

Spielfilm: 2:2 (5. Min.), 6:3 (10.), 8:4 (15.), 9:7 (20.), 12:8 (25.), 15:10 (Halbzeit), 18:11 (35.), 19:14 (40.), 24:17 (45.), 26:19 (50.), 28:19 (55.), 31:21 (Ende).

Zeitstrafen: 2 (TuS) / 5 (WHV)

Siebenmeter: 7 – 4 Tore (TuS) / 6 – 5 Tore (WHV)