Spielbericht – Wilhelmshavener SSV II vs. TuS Holthusen – 7. Spieltag

– Spielbericht –

Regionsoberliga Ems Jade – Saison 2018/20197. Spieltag

 

Wilhelmshavener SSV II vs. TuS Holthusen 30:16 (12:8)

 

Sonntagsausflug des Grauens

 

Bereits die vierte Saisonniederlage im sechsten Spiel haben die Herrenhandballer des TuS Holthusen kassiert. Beim Wilhelmshavener SSV II hagelte es aufgrund einer indiskutablen zweiten Halbzeit eine 16:30-Klatsche.

Dabei sah es circa 35 Minuten nicht nach einer derartig hohen Niederlage für die Rheiderländer aus. Zwar hatte man sich bis dahin wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, aber in den ersten dreißig Minuten zumindest noch etwas leidenschaftlich agiert. Zeigte das Team von Trainer Johann Janssen in der Abwehr bereits im ersten Durchgang zu langsame Beine und fehlende Absprachen, funktionierte zumindest das Offensivspiel einigermaßen. So lag man gegen einen agilen Aufsteiger, der lautstark in der gut gefüllten Halle an der Bremer Straße unterstützt wurde, nur mit 8:12 Toren zurück. Daher fiel auch Janssens Halbzeitansprache recht positiv aus und er versuchte seinen Akteuren klarzumachen, dass mit einer Leistungssteigerung und mehr Willen und Einsatz definitiv noch etwas möglich ist. Was dann allerdings im zweiten Durchgang passierte, war ein kompletter Zerfall der Holthuser. Fünf Minuten zeigte man noch Gegenwehr, verkürzte den Rückstand auch auf drei Tore, um danach dann im Kollektiv zu versagen. In der Abwehr bewegte man sich nahezu gar nicht mehr gemeinsam, sondern stand wie angewurzelt am Sechsmeterkreis und lud die quirligen Spieler der Heimsieben so förmlich dazu ein, durch die riesigen Lücken zu gehen und Tore zu erzielen. Neben den katastrophalen Leistungen der Feldspieler hatten auch beide TuS-Torhüter einen mehr als gebrauchten Tag erwischt und konnten ihren Vorderleuten mit Paraden nur äußerst selten helfen. Noch viel schlimmer war jedoch das Angriffsverhalten der Gäste. Ohne wirkliche Ideen und den notwendigen Elan wurde man immer wieder sehr einfach festgemacht. Es fehlte komplett an Durchsetzungskraft und der Geilheit, Tore zu erzielen. Wenn sich dann mal Chancen ergaben, vergab man diese teilweise kläglich, da man aufgrund des ungewohnten Haftmittels am Ball große Schwierigkeiten offenbarte, den Ball dorthin zu werfen, wo er eigentlich hin sollte. Das größte Manko an diesem Tag und in der bisherigen Saison war jedoch erneut, dass man sich hängenließ, aufgab und untereinander fast nie motivierte. Der Glaube, die Begegnung trotz eines Rückstandes noch drehen zu können, war überhaupt nicht zu erkennen.So fiel auch die ebenfalls sehr dürftige Leistung des Unparteiischen nicht ins Gewicht. Beim erlösenden Schlusspfiff mussten die Gäste sich daher vollkommen verdient mit 16:30 Toren geschlagen geben.

Dass man die vor der Saison gesteckten Ziele nach den bisher gezeigten Leistungen bereits jetzt vergessen kann, sollte selbstredend sein. Viel mehr muss es nun darum gehen, endlich wieder als richtige Mannschaft aufzutreten, sich zu pushen und so das definitiv vorhandene Potenzial wieder herauszukitzeln. Den nächsten Versuch, hier den nächsten Schritt in die richtige Richtung zu machen, hat man in zwei Wochen bei den Sportfreunden Larrelt, bevor dann die Weihnachtspause folgt.

TuS Holthusen: Lars Battermann (TW), Lars de Buhr (TW), Johannes Kampen, Jürgen Dreesmann (1), Joachim Freese, Keno Poppen (3), Jan Löning (3/1), Jörn Battermann (1), Marcus Wilken (3/1), Nico Havrilla, Thomas Janssen, Malte Löning (2), Markus Janssen (3).

Schiedsrichter: Karl-Heinz Schwarzenberger

Spielfilm: 0:1 (5. Min.), 4:3 (10.), 6:4 (15.), 8:5 (20.), 11:6 (25.), 12:8 (Halbzeit), 13:10 (35.), 16:11 (40.), 19:12 (45.), 24:14 (50.), 26:16 (55.), 30:16 (Ende).

Zeitstrafen: 2 (TuS) / 4 (WHV)

Siebenmeter: 73 Tore (TuS) / 00 Tore (WHV)